Einsatz von Robotic Process Automation zur Automatisierung regelbasierter Prozesse

 

Mithilfe der Einführung von Robotic Process Automation können arbeitsintensive, sich wiederholende, regelbasierte Prozesse automatisiert werden, die normalerweise von einem Ihrer Mitarbeiter über die Benutzeroberfläche ausgeführt werden. Dabei ahmen die Softwareroboter die Interaktionen des Menschen mit unterschiedlichen Anwendungen, wie beispielsweise Microsoft Excel oder SAP, nach.

Das Besondere am Einsatz von Robotic Process Automation ist, dass die RPA-Software ausschließlich auf der Präsentationsschicht des Systems arbeitet. Das bedeutet, die Aktionen des Roboters finden direkt auf der Anwenderoberfläche statt. Dadurch müssen die verschiedenen Anwendungen nicht über Systemschnittstellen, sondern können über bereits zur Verfügung stehende Benutzerschnittstellen der Applikationen angebunden werden. Andere Arten von Automatisierungssoftware wie Microsoft Power Automate, interagieren zum größten Teil mit der Datenhaltungs- und Logikschicht.

Aufbau der RPA-Software:

 

  1. Entwicklungskomponente: Erstellung der Prozesse, die der Roboter später automatisch ausführen soll
  2. Clientkomponente: Roboter, die die automatisierten Prozesse durchführen
  3. Managementkomponente: Überwachung und Steuerung der Roboter

 

RPA-Anbieter:

Um einen solchen Softwareroboter zur Automatisierung verschiedener Prozesse einsetzen zu können, muss dieser über eine RPA-Plattform entwickelt und automatisiert werden. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an RPA-Anbietern auf dem Markt. Zu den Führenden gehören im Moment UiPath, Automation Anywhere und Microsoft.

„The Forrester Wave“ vergleicht in ihren Berichten unter anderem die am besten bewerteten Anbieter der RPA-Technologie hinsichtlich der Stärke ihres Produktangebots, ihrer Strategie sowie ihrer Marktgröße. Die Grafik zeigt die Bewertung von insgesamt 14 verschiedenen RPA-Anbietern für das erste Quartal 2021.

 

Einsatzmöglichkeiten für RPA:

  • Daten erfassen, prüfen, verarbeiten
  • Formulare ausfüllen
  • Dateien verschieben
  • Routineberechnungen durchführen, Reports erstellen
  • Informationen aus mehreren unterschiedlichen Systemen lesen und verarbeiten
  • Daten aus Dokumenten lesen und verarbeiten
  • Kunden- und Lieferantendateien erstellen
  • Bestellungen veranlassen
  • auf Webseiten und Social Media zugreifen
  • Stammdaten pflegen
  • Wenn-Dann-Befehle ausführen
  • Aufträge und Rechnungen erfassen und bearbeiten
  • E-Mails bzw. E-Mail-Postfach verwalten (z.B. Outlook)

 

Auswahl konkreter Anwendungsfälle:

  • Bearbeitung von Bestellungen (z.B. SAP)
    • Versenden einer Bestellbestätigung, Zahlungsaufforderung, Drucken eines Lieferscheins, Erstellung und Versand der Rechnung
  • Bearbeitung von Kundenanfragen
    • Priorisierung und optimale Bearbeitung von Kundenanliegen
  • Realisierung von Datenübertragungen
    • Übertragung von Daten zwischen Systemen über die Userinterfaces der Anwendung
  • Lohnbuchhaltung
    • Abrechnungen, Änderung von Stammdaten in verschiedenen Systemen
  • Formulareingaben
    • z.B. Vertragskündigungen
  • Antragsbearbeitung
    • Sammeln von Informationen aus vorliegenden Anträgen und Dokumenten

 

Vorteile beim Einsatz von RPA:

  • Einsparung von Ressourcen, Zeit und Kosten
  • Geringer Aufwand bei Einführung und Betrieb
  • Starke Reduzierung von Fehlern bei der Prozessausführung
  • Verringerung der Risiken in Bezug auf Compliance
  • Entlastung der Mitarbeiter von eintönigen, sich wiederholenden Aufgaben

 

 

Unser Vorgehensmodell zur Einführung von RPA:

 

 

 

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Ihre Ansprechpartnerin

Susanna-Strobl

Susanna Strobl

susanna.strobl@datalytics-consulting.com